BUND Diepholzer Moorniederung

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Praktischer Naturschutz im Dienste des Kranichs

Mit gut erworbener Kenntnis der Gebiete und der Tier- und Pflanzenarten lassen sich ambitionierte und realistische Maßnahmenvorschläge erarbeiten. Doch erst die Durchführung von praktischen Maßnahmen lässt den Kranich bessere Lebensmöglichkeiten erfahren und häufiger erscheinen - und der Mensch kann den Mehrwert des angewandten Naturschutzes erleben.

Beispiel Mobiler Beobachtungsstand

Häufig ändern sich gute Beobachtungsplätze im Laufe der Kranich Rastsaison. Unser mobiler Beobachtungsstand steht für Sie an den jeweils erfolgversprechenden Orten.

Image Der mobile Beobachtungsstand wurde in den vergangenen Rastperioden an verschiedenen Orten aufgestellt. Besucher aus Nah und Fern nutzten die Möglichkeit, aus dem Schutz des Wagens heraus Kraniche zu beobachten. Der Erfolg war nicht bei allen Beobachtern gleich gut, aber wie aus dem ausgelegten Tagebuch hervorgeht, gibt es viel Lob über den Beobachtungsstand und die darin angebrachten Tafeln. Viele Besucher zeigen Verständnis, das ein Kranicherleben in der Natur nicht, wie im Zoo, garantiert werden kann.

Den aktuellen Standort können Sie hier erfahren.

Beispiel Entbirken

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Entbirken: Wiederherstellung der offenen Hochmoorlandschaft.
Foto: K. Backhaus | Bild vergrößern:  Bild 1  -  Bild 2  -  Bild 3

Birken, Kiefern und andere Gehölze haben sich auf entwässerten Hochmoorflächen ausgebreitet. Die lichthungrige Hochmoorvegetation wird durch Beschattung und Laubfall bedrängt. Außerdem entziehen die Bäume dem Moor lebensnotwendiges Wasser. Durch Entbirkungsmaßnahmen im Winter können sich hochmoortypische Pflanzen wieder ausbreiten. Der Kranich findet eine offene Landschaft in der potentielle Beutegreifer frühzeitig erkannt werden.

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Beispiel Mulchen

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Flächen mit den unauffälligen Jungbirken müssen regelmäßig gemulcht werden.
Foto: K. Backhaus | Bild vergrößern:  Bild 1  -  Bild 2  -  Bild 3

In vielen Hochmoorbereichen haben sich Birken und Kiefern ausgesamt. Eine reine Pflege z. B. durch Schafbeweidung reicht hier nicht aus um die schon vielfach verholzten Birken zu verbeißen. Durch den Einsatz eines Mulchgerätes wird der Schössling bis auf Bodenniveau abgeschlägelt. Durch gezielte Beweidung durch die Landschaftspflegeschäfereien werden die Stockausschläge in den Folgejahren regelmäßig verbissen, was schließlich die Birke absterben lässt. In potentiellen Kranichbrutgebieten wird durch das Mulchen von Jungbirken bis drei Zentimeter und überständiger Heide ein Bereich geschaffen der das Führen von Jungkranichen erleichtert. Bultige Bentgrasbereiche werden durch den Vorgang des Mulchens egalisiert.

Beispiel Forstmulchen

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Von der verbuschten zur freien Hochmoorfläche.
Foto: K. Backhaus | Bild vergrößern:  Bild 1  -  Bild 2  -  Bild 3

Durch Einsatz eines Forstmulchers können auch verbuschte Bereiche die mit stärkeren Bäumen bestanden sind gemulcht werden um ein gleichgutes nachhaltiges Ergebnis wie im vorangegangenen Beispiel zu gewährleisten.

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Beispiel Baggern

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Verfüllen von Entwässerungsgräben.
Foto: K. Backhaus | Bild vergrößern:  Bild 1  -  Bild 2  -  Bild 3

Der wichtigste Schritt für die Erhaltung und Wiederherstellung des Kranichlebensraumes ist ein möglichst intakter Wasserhaushalt des Hochmoores. Dazu muss wertvolles Regenwasser im Hochmoor gehalten werden, das in Zeiten des Torfabbaus durch Gräben dem Moor entzogen wurde. Diese Gräben werden durch Maschineneinsatz geschlossen. Natürliche Höhen im Hochmoorkörper werden durch Dämme miteinander verbunden. Durch die entstehende Kammerung wird das Regenwasser besonders auch im Moorzentrum gehalten. Erfolge durch sich ausbreitende hochmoortypischen Pflanzen sind schon nach kurzer Zeit zu dokumentieren.

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Aktualisiert am: 21.10.2015

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